Alben

Diana Krall [ Pianist / Vocalist ]

NEUES ALBUM ‘Auftauchen der Stille’ & Weltreise ANKÜNDIGEN!

LOS ANGELES, CA, feiert 7. Februar 2017 – Diana Kralls neuesten Album, drehen Sie, the Quiet, Jazz und dem Great American Songbook, Diana mit dem Grammy Award-Winning Produzenten Tommy LiPuma Wiedervereinigung.

 

Diana Krall ist nur jazz-Sängerin zu haben acht Alben Debüt an der Spitze der Billboard-Jazz-Album-Charts. Bisher ihre Alben haben sammelte fünf Grammy® Awards, acht Juno® Awards und neun Gold-, drei Platin und sieben Multi-Platin-Alben auch verdient haben. Krall einzigartige Artistik überschreitet jede einzelne Musikrichtung und machte sie zu einer der renommiertesten Künstler unserer Zeit.

 

Diana kündigt die erste Runde der Termine für ihre zukünftige 2017-2018 World Tour heute das mit Spannung erwartete neue Album “Drehen Sie, The Quiet,” coming out auf Verve Records 5. Mai. .

 

Dianas World Tour startet in Nordamerika am 2. Juni in Minneapolis, MN am staatlichen Theater mit weitere Termine in den kommenden Wochen bekanntgegeben. Das Europäische Bein der Tour startet 10 Sept. in Vejle, Dänemark an der Musikteater und verfügt außerdem über zwei Nächte in der Royal Albert Hall in London am 27. September und 28.. Besuchen Sie für eine vollständige Liste der Termine und lokale zum Verkauf Informationen bitte dkrall.de

Diana Krall [ Pianist / Vocalist ]

Vince Benedetti meets Diana Krall “Heartdrops”

Wie die Bestätigung eines einschlägigen Klischees der Musikindustrie liest sich die Entstehungsgeschichte dieses Albums: Junge talentierte aber noch namenlose Jazz Pianistin-Sängerin trifft fern der kanadischen Heimat in Zürich auf enthusiastischen lokalen Jazz Musiker, der sich mit Taxi-Fahrten ein Zubrot verdient; man verabredet sich zur gemeinsamen Jam-Session, später einer kleinen Club-Tour mit Band und zu guter letzt einer 2-tägigen Studioarbeit. Die anschließende Suche nach einem Label zwecks Veröffentlichung ist müßig, irgendwann hoffnungslos und wird kurze Zeit später aufgegeben. Die Jazz Musikerin macht wenige Jahre später die wohl beindruckendste Karriere ihrer Musikgattung, lässt sich ihre Alben Platin und Grammy veredeln und füllt weltweit Konzert-Hallen der größten und namhaftesten Kategorie. Die mittlerweile fast 13 Jahre alten Aufnahmen stoßen plötzlich gar nicht mehr auf derartige Ablehnung und werden kurze Zeit später als CD produziert.

Zweifellos ist Diana Krall das Bandmitglied, das das Album „Heartdrops“ auf den ersten Blick interessant macht. Aber Vince Benedetti, der Allround-Jazzer und damalige Gelegenheits-Taxifahrer, ist der ursprünglichen musikalischen Idee treugeblieben und hat bei der Veröffentlichung seines Materials klar genau diesen Band Charakter in den Vordergrund gestellt. Nicht Sony oder Virgin duften sich auf Diana Kralls bisher wohl älteste Studioaufnahmen stürzen, sondern das relativ kleine schweizer Jazz-Label TCB des Schlagzeugers Peter Schmidlin.

Für Krallisten hält „Heartdrops“ eine interessante Mischung aus zwei gegensätzlichen Aspekten bereit: Gewohntes und Neues. Dianas Stimme ließ bereits 1990 die mittlerweile wohlbekannte Phrasierung mit ihren charmanten Timbrebrüchen erahnen. Wenn auch noch nicht ganz so ausgereift und nuancenreich. Improvisation und Intonation ihres Klavierspiels sind so einfühlsam eingebettet in und Teil des Band-Arrangements, dass erneut sehr schnell klar wird, dass ihr bereits damals das Zusammenspiel einer Jazz-Formation im Blut lag. Heute ist es u.a. gerade das, was weltklasse Musiker ihres Fachs wie Jeff Hamilton, John Clayton und Russel Malone an ihr besonders schätzen.

Das Neue ist eindeutig das Genre. Mainstream Pop-Jazz ala Basia und Peter White ist nicht unbedingt das, was sich Diana Krall in ihrer bisherigen Karriere als Markenzeichen auf die Hutkrempe geschrieben hat. Zudem muss das Zeitlose dieser Musikgattung, im Gegensatz zu Dianas bisher eingespielten Repertoire, das besonders seit „All For You“ mit ihr assoziiert wird wie Dave Brubeck mit dem fünf-viertel-Takt, noch wachsen. Doch genau das macht diese CD so interessant.

Die Frische des Materials hat nicht primär etwas mit dem recht jungen Entstehungsdatum der Stücke zu tun, die bis auf zwei („Detroit Blues“ von I. Eckinger und „Your Destiny“ von H. Vick) alle aus der Feder von Vince Benedetti stammen. Sondern vielmehr mit der Spielfreude des Quintetts und der Leichtfüßigkeit in Vince Benedettis Arrangements. Vor allem „The News“ und „Sunshine Express“ (Duett mit Gitarrist/Sänger Martien Oster) wirken geradezu fließend verspielt und machen Spaß. Leider liegt in diesem bestechenden Plus des Albums gleichzeitig seine Schwäche. Denn was die Musik gelegentlich vermissen lässt, ist eine Tiefe, die speziell das immense Talent Diana Kralls auf natürliche Weise in ihrem später bevorzugt gewählten Material findet und zum Ausdruck bringt, wie kaum eine andere Interpretin unserer Zeit. Und in diesem Fall bringt das Repertoir ohnehin eine geringere Betonung der Gesangsstimme mit sich, die wieder ganz Teil des Gesamtarrangements ist. Zu Zeiten der Entwicklung eines eigenen Stils sicher nicht das schlechteste für die schon seinerzeit und nach wie vor in alle Musikrichtungen offene Diana Krall. Doch wie wir heute wissen liegt ihre Stärke auch und besonders in der emotionalen Interpretation.

Vince Benedetti (Posaune, Synthesizer), hatte 1989 eine Gruppe Jazzmusiker um sich geschart, um nach einer Pause wieder Anschluss an die Musikszene zu knüpfen. Neben Martien Oster (Gitarre, Gesang) gehörten dazu Christoph Sprenger (Bass) und Alberto Canonico (Schlagzeug). Das fehlende Klavier und der Leadgesang kamen in Person von Diana Krall eines Tages durch Zufall hinzu. Sie stieg in Zürich in sein Taxi und auf dem Weg zu einem Auftritt kam man ins Gespräch. Als Vince sie wenige Tage später auf der Bühne erlebte, zögerte er nicht, sie in seine Band zu holen.

Heartdrops“ ist ein Muss für Krall- und Jazz-Fans gleichermaßen. Selten genug hat man heutzutage die Gelegenheit, sich die frühesten Aufnahmen großer Musiker in derart hoher Ensemblequalität anhören zu können. Diana betont immer wieder, wie wichtig es für ihre Entwicklung war, lange Zeit als recht unbekannte Bar-Pianistin alleine durch die Provinz zu ziehen. Sie nennt es „paying dues“ – Tribut zollen – und zwar all den “Cocktail-Musikern”, die wenig Beachtung erfahren und doch in einigen Fällen außergewöhnlich talentiert sind. Sie weiß, wovon sie spricht.

Diana Krall [ Pianist / Vocalist ]

Diana Krall “The Girl In The Other Room”

Die Gefühlstiefe, die sich hinter der äußerst erfolgreichen Discographie von Diana Krall verbirgt, war sensibleren Hörern stets offenkundlich. Und nun, mit ihrem neuen Album „The Girl in the Other Room“, demonstriert Krall nicht nur ihr Gespür für die breite Palette des Jazz-Genres, sondern offenbart auch ihr Talent als Songschreiberin.

Und tatsächlich ist bereits der Titelsong der CD unverkennbar ein Krall Werk durch und durch. Während sich einige mit dem lyrischen Bild einer Frau identifizieren, die sich von soetwas wie der Liebe ablenken läßt (wohlgemerkt entstand der Text in Zusammenarbeit mit Elvis Costello) – so verfallen andere dem mühelos swingenden Klavierspiel bei dem Krall von ihren langjährigen Rhythmus-Kollegen begleitet wird: John Clayton am Bass und Jeff Hamilton am Schlagzeug. Über weite Strecken des Albums fällt diese Rollen allerdings Schlagzeuger Peter Erskine und Bassist Christian McBride zu. Das sympathische und zugleich einfallsreiche Gitarrespiel von Anthony Wilson ist nur einer der viele roten Fäden, die „The Girl In The Other Room“ durchziehen. Zudem sind Gastmsiker wie die Schlagzeugerin Terri Lynne Carrington und Neil Larson (Hammond B-3) zu hören.

Erstmals tritt Diana Krall neben Tommy LiPuma, der hiermit ihr siebtes Album produziert, als Co-Produzentin auf. Ein weiterer langjähriger Kumpane, Ton-Techniker Al Schmitt, mischte während der mehrwöchigen Sessions in den Capitol Studios in Hollywood und bei Avatar Recordings in New York 2003 entstandenen Aufnahmen zusammen.

Wer bereits an Kralls intime und verführerische Stimme gewöhnt ist, wird bei ihrer aktuellen Auswahl an Komponisten zunächst überrascht sein. In Mose Allisons zeitlosem Blues „Stop This World“ oder Smithers fröhlich-sinnlichem „Love Me Like A Man“ ist eine Sängerin, Pianistin und Bandleaderin in Höchstform zu erleben.

Kralls sanfte Interpretation von Tom Waits „Temptation“ mit seinem außergewöhnlichen Intro von Christian McBride findet seinen Widerhall in Kralls Vorspiel zu einer großartig sanften Version von Elvis Costellos „Almost Blue“. Mit einer wunderschön reflektierten Einspielung eines stets einwenig sonderbaren Standard, Herzogs „I’m Pulling Through“, belebt Krall den Stil ihres früheren Lehrers, Pianist Jimmiy Rowles wieder.

Im Geiste Rowles und den Lehrjahren in kleinen Jazz Clubs zollt Diana Krall mit der Eigenkomposition “I’ve Changed My Address” Tribut. Krall gibt zu, dass jüngste Besuche in einigen dieser alten Bars gelegentlich schockierten: “Alles sieht fast so aus wie früher, aber das Ganze ist mittlerweile eine Sport-Kneipe und anstelle des Klavier steht dort ein Bilard-Tisch.”

Obwohl “The Girl in the Other Room” eine Menge Neues bietet, imitiert das Album doch irgendwie eine Schallplatte mit zwei Seiten. Die großzügigen und fließenden Soli von Gitarist Anthony Wilson und Krall selbst in Joni Mitchells Fernweh-Hymne „Black Crow“ kündigen eine Reihe eigener Stücke an, die von Familie, Liebe aber auch vom unerträglichen Schmerz des Verlusts eines Elternteils erzählen. Krall erklärte dies kürzlich: „Ich durchlitt eine Reihe tiefer persönlicher Verluste und Veränderungen in meinem Leben. Naja, und das ist es, was ich tat statt mich einzuigeln und zu sagen ‚damit komme ich nicht klar!’“.

Und so sind es die unumstößlichen Veränderungen im hoffnungsvollen „Narrow Daylight“, die Raum schaffen für den raffinierten Blues „Abandoned Masquerade“. Genau dieser Song ist es, der am deutlichsten macht, dass es (zumindest vorläufig) für die Sängerin Zeit ist, aus dem Lichtkegel der bezaubernd romantischen Illusion herauszutreten, der so viele der alten Songs beleuchtet hat. Einmal mehr besteht kein Zweifel daran, dass der Zuhörer dem Werk eines echten Jazz-Komponisten lauscht.

Der sanfte Trotz von “I’m Coming Through” markiert eine weitere unterschwellige Verschiebung des musikalischen Szenenbildes mit dem beeindruckend schönen Spiel von Anthony Wilson. Der Inhalt dieser beiden letzten Songs ist zweifellos das persönlichste Material, das Diana Krall bis heute aufgenommen hat. Das Album schließt mit dem sicher innigsten Titel der CD. “Departure Bay” beschreibt nicht nur intensiv und beinahe anrührend Bilder aus Kralls Heimatstadt Nanaimo auf Vancouver Island (British Columbia, Kanada), sondern auch schmerzliche Erinnerungen an das erste Weihnachten der Familie Krall ohne Dianas Mutter, die im Mai 2002 an Krebs starb. Die letzte Strophe jedoch heißt eine neue Liebe willkommen und drückt Hoffnung für die Zukunft aus.

Stammt die Musik dieser Songs allein von Krall, so stellen doch viele eine lyrische Zusammenarbeit mit Dianas frischgebackenem Ehemann, Elvis Costello dar. Zum Thema wie die gemeinsame Arbeit funktionierte, sagt Krall: „Ich schrieb zunächst die Musik und dann diskutierten Elvis und ich, was wir im Text ausdrücken wollen. Ich erzählte ihm Geschichten und schrieb seitenweise Erinnerungen an Begebenheiten und Eindrücke auf, die er anschließend in eine engere lyrische Form brachte. Für ‚Departure Bay’ beispielsweise schrieb ich eine lange Liste an Dingen herunter, die ich besonders an zu Hause liebe, auch Dinge, die ich jetzt, nachdem ich weggegangen bin, anders – wenn nicht sogar exotisch – sehe.“

Lieder spiegeln häufig Momente aus unserem Leben wider und die meisten Zuhörer sind sich bewußt, dass Diana Kralls bisherige Alben stets viele persönliche aber vor allem private Bedeutungen für die Künstlerin in sich trugen. „The Girl in the Other Room“ bringt nun erstmalig das, was bislang zart verhüllt war, zum Vorschein.